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Die
Grafschaft Bentheim in der Geschichte
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Zeugen
der Eiszeit
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Wenn
man von Europa nach Nordamerika fliegt, führen die Flugrouten oft über
Grönland. Wenn man Glück hat und gute Sicht herrscht, blickt man auf eine
Eis- und Schneewüste hinab. Nur wenige Lebewesen sind dem dort
herrschenden Klima angepasst, menschliche Siedlungen findet man nur an der
Küste.
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Das
Innere Grönlands ist heute von Schnee und Eis bedeckt.
So
ähnlich sah
es vor 200.000 Jahren auch bei uns aus.
Bild:
Hendrik
Harms (CC-Lizenz)
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Noch vor 200.000 Jahren
sah es in Europa etwa so aus wie heute in Grönland. Es herrschte auch bei uns eine
Eiszeit. Es war zwar nur wenige Grad kälter als heute. Der Schnee jedoch, der im
Winter fiel, schmolz im Sommer nicht mehr weg. Er wurde zu Eis, die Eisschichten
zu Gletschern.
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Der Boden war
schließlich von einer
dicken Eisschicht bedeckt, nur die Berge ragten heraus. Das Eis wurde durch sein
eigenes Gewicht immer weiter nach Süden gedrückt. Es schob dabei Sand, Geröll und
große Felsbrocken mit sich. An manchen Stellen war es schließlich mehr als 3.000 Meter
dick. Irgendwann kam die Bewegung des Eises zum Stillstand. Es wurde
wärmer, das Eis schmolz und das mitgeführte Material sank zu Boden. Es gab bisher 4 Eiszeiten. Sie dauerten jedes Mal Tausende von Jahren. Sie
wurden immer wieder durch lange Warmzeiten unterbrochen. In der vorletzten
Eiszeit drang das Eis bis in unsere Gegend vor. Man nennt sie die "Saale-Eiszeit".
Sie begann vor ungefähr 230.000 und endete vor etwa 130.000 Jahren. Als das Eis
schmolz, ließ es unter anderem die "Wilsumer Berge" zurück.
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Und
nicht nur die. Zu den bemerkenswertesten Zeugen der Eiszeit gehören die großen
"Findlinge" wie etwa der "Große
Stein von Georgsdorf". Er wurde im Jahr 1982 im Moor bei
Georgsdorf gefunden. Dieser Stein ist 3,30 m hoch und wiegt
45 t. Er
ist ungefähr so schwer wie 10 Elefanten.
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Ein Zeuge der Eiszeit:
Der große Stein von Georgsdorf
Bild:
GBiU
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Der Stein stammt aus Schweden, etwa
daher, wo sich heute die Aland-Inseln in der Ostsee befinden. In der vorletzten
Eiszeit wurde er durch den Druck der gewaltigen Eismassen nach Süden
verschoben. Diese Reise dauerte bestimmt Tausende von Jahren. Sie endete erst,
als es wieder wärmer wurde und das Eis schmolz. Man kann an dem Stein noch
deutliche Schleifspuren sehen.
Der "Große
Stein" kam in der vorletzten
Eiszeit in die heutige Grafschaft. Es gab seitdem noch eine weitere Eiszeit, sie endete sogar
erst vor etwa 10.000 Jahren. Aber in dieser Zeit rückte das Eis nur noch bis an die Elbe vor,
nicht mehr bis zu uns.
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Auch der "Egger
Riese" in Itterbeck/Egge wurde in der vorletzten Eiszeit bis zu uns verschoben
Bild:
GBiU
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Einen anderen steinernen
Zeugen der Eiszeit findet man in Itterbeck an Straße Straße nach
Egge. Von dort führt ein Weg zu einer Heidefläche. Dort steht ebenfalls ein großer
Stein, der in der Nähe gefunden wurde. Man nennt ihn den "Egger
Riesen". Auch
er stammt aus
Skandinavien. Er ist 3,70 m
hoch und ungefähr 35 t schwer, das entspricht dem Gewicht von ungefähr 7 Elefanten. |
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