|
Die
Grafschaft Bentheim in der Geschichte
|
Gräber
unter Hügeln
|
|
Diesen Hügel findet
man in Uelsen, ganz in der Nähe des Bronzezeithofes. Viele
Menschen würden wahrscheinlich achtlos vorbeilaufen, wenn nicht ein Schild und eine Tafel
die Aufmerksamkeit wecken würden. Dies ist ein
"Urgeschichtlicher Grabhügel". Aber was bedeutet das?
|
|
|
|
Grabhügel
in Uelsen in der Nähe des Bronzezeithofes -
Bild: GBiU
|
|
Vor
ungefähr 5000 Jahren wurden unter einem solchen Hügel Verstorbene
bestattet. Anfangs beerdigte man die Toten in Baumsärgen. Später wurden
die Leichen verbrannt. Asche und Knochenreste
sammelte man in einer Urne aus Ton und stellte sie in einer kleinen
Vertiefung ab. Daneben stellte man häufig noch ein kleineres Gefäß, das
vermutlich mit Nahrung gefüllt war. Den Frauen wurde oft Schmuck, den
Männern Waffen dazu gelegt. |
|

|
|
Den
Verstorbenen gab man ein Gefäß mit Nahrung, Schmuck oder Waffen mit
- Bild: GBiU |
|
Anschließend
wurde die Grabstelle mit Erde bedeckt. In einem gewissen Abstand grub man
einen kreisförmigen Graben, die ausgehobene Erde diente ebenfalls zur
Anlage des Hügels. Darüber wurden mehrere Lagen aus Heideplaggen
geschichtet, um zu verhindern, dass Wind und Regen den Sand fort trugen.
Unter einem Grabhügel wurde nur ein Verstorbener beerdigt. |
|

|
|
So
wurde ein Grabhügel angelegt
- Bild: GBiU |
|
Solche Grabhügel finden wir heute
noch an mehreren Stellen in der Grafschaft. An einer
Nebenstraße von Getelo nach Itterbeck fährt man z. B. an den "Söven
Pöllen"
vorbei. Ursprünglich
standen hier etwa 150 Grabhügel.
Von den 150 Grabstellen sind heute nur noch 9 erhalten. Auch am
Spöllberg
in
Gölenkamp oder an den
"Neegen Bargen"
in Hardingen findet man noch solche Hügelgräber. |
|

|
|
Grabhügel
im Gebiet der "Söven Pölle" in Getelo -
Bild: GBiU |
|
Ungefähr 2000
Jahre lang wurden Tote auf diese Weise beigesetzt.
|
|
zurück |
|