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Außer
der Einquartierung litten wir
schrecklich durch die Brandschatzungen. Wenn wir die uns aufgelegte
Last an Geld oder Lebensmitteln nicht zur bestimmten Zeit auf den festgesetzten
Platz besorgten, … dann wurden auf der Stelle Soldaten
aus der jeweiligen Garnison gesandt, die uns elendiglich behandelten.
Häufig
erlitten wir die Vollstreckung von
verschiedenen Garnisonen und auch von beiden Kriegführenden Parteien zweimal an
einem Tage, auch wohl siebenmal innerhalb von 8
Tagen. …
Die eine Partei raubte unsere Pferde,
Schafe und Rinder, die andere nahm Mann, Frau und Kinder und was man sonst noch
mitnehmen konnte. Die Gefangenen wurden nach den Garnisonsorten geführt und
viele in die Gefängnisse eingesperrt, wo ihnen das Lachen wohl vergehen wollte.
Ich
erinnere mich noch sehr gut, wie einige meiner Zuhörer, als ich auf ihr
dringendes Ersuchen erschien, um sie gegen
Bezahlung einer Summe Geldes aus der harten Gefangenschaft zu erlösen, vor
Freude verstummten und über das Leid, das sie erlitten hatten, wie
Kinder weinten. Wir waren in dauernder Furcht, gefangen genommen, geschlagen und
beraubt zu werden. Wir waren verunsichert innerhalb und außerhalb unserer
Wohnungen. Wir konnten nicht von einer Stadt zur anderen, von einem Dorf zum
anderen kommen ohne Furcht, unter die Schnapphähne zu fallen, ausgezogen und
misshandelt zu werden. Viele Männer verbrachten mit Frau und Kindern Tage und Nächte
hinter Hecken, in Gräben oder in verfallenen Häusern. Andere zogen mit Frau
und Kindern bei Nacht über die Grenze, um ein Versteck in benachbarten Ländern
zu suchen. …
Oft
konnten wir unseren Gottesdienst, selbst an hohen Festtagen, wegen der
eindringenden Zwangsvollstrecker nicht ohne Störung verrichten. Häufig wurden
wir verhindert, nach christlichem Brauch unseren teuren Toten die letzte Ehre zu
erweisen. Mehr Beispiele dieses Elends mag ich nicht berichten. Junge Leute!
Wollt ihr mehr davon wissen, so fragt eure Eltern. Sie können euch erzählen,
was sie erlebt haben!
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