In der
Nacht vom 11. auf den 12. November erschienen die ersten Kosaken in
Neuenhaus, nachdem die französischen Beamten einige Tage zuvor
abgezogen waren. Am 14. November schlugen 1.500 Mann Kosaken ihre
Lager vor dem Uelsener Tor auf. ... Der Fürst Narischkin, der die
Vorhut ... anführte, hielt eine gute Kriegszucht.
Die
allgemeine Freude über die Befreiung vom Joch der Franzosen wurde
allerdings gestört durch die Schwierigkeit, die Bedürfnisse der
siegreichen Streitkräfte schnellstens zu erfüllen. Am 11. November
1813 forderte der Fürst Narischkin vom Bezirk Neuenhaus ... für den
Ankauf von 7.000 Ellen Tuch für das Lager die Summe von 28.000
Gulden, die binnen 4 Tagen aufgebracht und durch die ... reichsten
Einwohner der Gemeinden ausgelegt werden mussten.
Am
15. November 1813 forderte dieser Befehlshaber für ein zu Haselünne
anzulegendes Magazin ... die Summe von 20.000 Gulden, die binnen drei
Tagen ... bezahlt werden sollte.
Am
20. November 1813 forderte der schwedische Regimentsquartier- meister
Binz zum Nutzen der schwedischen Armee binnen 8 Tagen von der
Grafschaft Bentheim: 3.000 Ellen graues Tuch, 2.000 Ellen blaues Tuch,
7.000 Ellen Leinen als Futterstoff, 5.000 Hemden, 2.000 Paar Strümpfe
und 1.000 Paar Schuhe. ...
Obgleich
nun die Einwohner der Grafschaft Bentheim, erfreut über ihre
Befreiung, gerne einige Opfer zur Förderung der guten Sache tragen
wollten, brachten sie dennoch die Forderung so großer Summen und die
Angst vor angedrohten militärischen Zwangsmitteln in keine geringe
Verlegenheit. ...
Am
24. November nahm die königlich Großbritannisch-Hannoveranische
Regierung wieder Besitz von der Grafschaft Bentheim, zur großen
Freude der Einwohner. ...
Am
1. Dezember wurde anlässlich der Befreiung des nördlichen
Deutschland aus der Macht der Franzosen ein öffentliches Dankfest
gefeiert.
Am
25. Januar 1814 wurde durch die königliche Regierung befohlen, dass
junge Leute, die mit dem Gewehr umzugehen wussten, sich nach
Eschebrügge begeben sollten, um die Einwohner von Laar und Emlichheim
gegen Ausfälle der Franzosen aus der Coevordener Garnison zu
schützen. Im Monat Februar wurde hier ein Landwehrbataillon von 600
Mann errichtet.
Am
3. Mai d. J. zog der Kommandant von Coevorden die weiße Flagge auf
... Am 7. Mai marschierte die französische Garnison ab, und die
Bürger konnten wieder aufatmen ... Groß war ihre Freude und die der
Bewohner umliegender Ortschaften über dieses Ereignis, denn die
Franzosen hatten nicht allein die Bürger von Coevorden ...
unterdrückt, sondern auch die Bewohner der naheliegenden
Bauernschaften bei ihren wiederholten Überfällen durch Raub und
Brand in das tiefste Elend gestürzt.