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Die
Grafschaft Bentheim in der Geschichte
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Die
letzte Hinrichtung in der Grafschaft Bentheim
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Zwischen
Bad Bentheim und Quendorf gibt es einen unscheinbaren kleinen Erdhügel.
Er liegt ganz in der Nähe der Bahngleise. Man nennt ihn "Richters
Bült". |
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Unter
diesem Hügel wurde am 24. Juli 1825 der 36jährige Herm Künnemann aus Steide
bei Salzbergen beerdigt. Man hatte ihn kurz zuvor an der gleichen Stelle mit dem
Schwert hingerichtet.
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Herm
Künnemann war "Pickmäjer", ein Wanderarbeiter, der wie viele
andere nach Holland gezogen war, um dort durch das Mähen von Gras und
Getreide, durch Torfstechen und Arbeit in Ziegeleien ein wenig Geld zu
verdienen. Auf dem Rückweg im November 1833 begleitete ihn der
gleichaltrige Johann Gerhard Wietkamp. |
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Als die
beiden bei einbrechender Dunkelheit eine Rast am Wegesrand einlegten,
erschlug der Künnemann seinen Kollegen mit einem Knüppel und nahm ihm
das in Holland schwer verdiente Geld ab. Vielleicht lag sein Motiv
darin, dass er selbst sein Geld in Holland leichtfertig ausgegeben hatte
und nun nicht mit leeren Händen nach Hause zurückkommen wollte. |
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Der Mörder
wurde einige Tage später gefasst und der Tat überführt. Er wurde
wegen Raubmordes zum Tode verurteilt. Der damalige König Wilhelm IV.
von England, der gleichzeitig König von Hannover war, bestätigte das
Urteil und Herm Künnemann wurde in der Nähe der Mordstätte
enthauptet. |
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Quellen:
Jahrbuch des Heimatvereins Grafschaft
Bentheim 1954, S. 62 / Grafschafter Nachrichten v. 5. 9. 2009
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