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Die
Grafschaft Bentheim in der Geschichte
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Der 1. Weltkrieg in einem kleinen Grafschafter
Dorf - 1917
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Teil
4 - Diese Fortsetzung der Darstellung über die Jahre des 1.
Weltkriegs in Lage beruht auf den Aufzeichnungen der Lehrer Sager und
Auf dem Kamp in der Schulchronik der Volksschule Lage. |
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Bis
zum März 1917 lieferte die Gemeinde Lage 1.300 Zentner Kartoffeln und 150
Zentner Steckrüben ab. Die Bauern hatten außerdem Butter abzugeben. In jeder
Woche wurde sie bei einem der Geschäftsleute des Dorfes gesammelt und vom
Gemeindediener Segger zur Molkerei nach Veldhausen gebracht. Der Gemeindediener
brachte von dort die Butter für die Versorgungsberechtigten wieder mit zurück.
Jeder hatte Anspruch auf 65 g wöchentlich. Die Selbstversorger konnten von der
erzeugten Buttermenge die ihnen zustehende Menge zurückbehalten.
Durchschnittlich lieferte Lage wöchentlich 40 kg Butter ab.
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Von
der 5. Kriegsanleihe zeichneten die Lager Kinder im Namen ihrer Eltern 800 Mark.
An der 6. Kriegsanleihe beteiligten sich die Kinder mit einer
Zeichnungssumme von 2.100 Mark, an der 7. mit 2.400 Mark. Außerdem sammelten
sie Brennnesseln, Brombeerblätter, Eicheln, Altmetalle und Knochen. Den Erlös
von 65 Mark schenkten die Kinder dem Fonds für die Kriegswaisen. In der Zeit
von Ostern bis Herbst 1917 fanden 26 Oberhausener Kinder in Lager Familien
Aufnahme, einige blieben den ganzen Winter über.
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Am
23. Oktober 1917 fiel der Unterricht aus, weil der 70. Geburtstag des
Generalfeldmarschalls und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg
gefeiert wurde.
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Der
Winter 1917/18 gab es sehr viel Schnee, zeitweise lag er 30 – 40 cm hoch. Nach
der Schneeschmelze wurden weite Gebiete durch Hochwasser überflutet. Die
Neustadt und Brecklenkamp waren von Lage vollständig abgeschnitten. Die
Schulkinder von dort mussten längere Zeit zu Hause bleiben. Die Grenzwache fuhr
auf einem Wagen über den Marsch durch die Fluten. Die Soldaten standen von der
Dinkelbrücke bei Bosmann an der Straße entlang bis zur Grenze Posten, das
Wachlokal befand sich in der Lavarreschen Wirtschaft. Einige Zeit später gab es
erneut Hochwasser.
(... >>>
Fortsetzung)
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Quelle:
Lage
- Geschichte und Geschichten, herausgegeben vom Dorf-, Burg- und Mühlenfreunden
Lage e. V., Lage 2008
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